Wie funktioniert Bitcoin? Geschichte, Prinzip, Börsen, etc

Sicherlich hast Du bereits von Bitcoin und anderen Kryptowährungen gehört.

Die digitalen Zahlungsmittel sind immer dann in aller Munde, wenn es mit den Kursen richtig bergauf geht.

Dabei lassen sie sich auch gut als digitales Zahlungsmittel und zum Geld versenden verwenden.

Bitcoin – Wie alles begann

Die Idee vom digitalen Zahlungsmittel ist nicht neu. Schon vor mehreren Dekaden haben es verschiedenste Leute versucht, ein rein digitales Geld zu schaffen. Geld, das nur aus Code, aus Nullen und Einsen besteht und sich schnell über das Internet versenden lässt.

Dieses Geld sollte dezentral sein, also von keiner zentralen Instanz beherrscht werden. Eine echte Alternative zu den Zentralbanken und ihren Fiatwährungen. Die Befürworter von digitalen Zahlungsmitteln kamen oft aus dem Bereich des „Cypherpunks“.

Dabei gab es ein Hindernis: Das Double-Spending-Problem. Da es sich lediglich um Code handelt, lässt sich eine solche Währung problemlos duplizieren. So ähnlich, wie man auf einem Taschenrechner aus einer 1 eine 2 machen kann.

Eine Währung, die sich so einfach manipulieren und dessen Geldmenge sich so einfach vermehren lässt, ist im Grunde wertlos. Zunächst musste dieses Double-Spending-Problem gelöst werden, damit Bitcoin und die Kryptowährungen entstehen konnten.

Allgemein stellt sich die Frage, wie eine Währung, die nur aus Code, aus Buchstaben und Zahlen besteht, fälschungssicher aufgezeichnet werden kann. Ein Hacker könnte theoretisch das System knacken und sich die digitalen Münzen senden. Und gleich noch eine Null hinten drang hängen.

Satoshi Nakamoto und die Blockchain

Im Jahre 2008 veröffentlichte der bis heute unbekannte Satoshi Nakamoto ein White Paper, in dem er den Entwurf seiner Blockchain vorstellte. Mit dieser Blockchain wurde es möglich, fälschungssicher die Transaktionen und den Besitz von Bitcoins aufzuzeichnen.

Die Blockchain ist eine Art digitales Hauptbuch. Ein Konto im Internet. Hier werden die Transaktionen und die Besitzverhältnisse der Bitcoins manipulationssicher und transparent aufgezeichnet.

Am 03. Januar 2009 wurden die ersten 50 Bitcoins geschaffen und die Blockchain ging online. Damit entstand das erste dezentrale Peer-to-Peer-Zahlungsnetzwerk. Damals fanden die Bitcoins wenig Beachtung, doch mit der Zeit entwickelte sich ein riesiger Hype um die Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie.

Wie funktioniert die Blockchain?

Die Blockchain besteht – wie der Name bereits andeutet – aus einer Aneinanderreihung von Blöcken. Die Chain enthält die gesamte Transaktionshistorie der Kryptowährung. Das heißt: Jedes Mal, wenn Bitcoins versendet oder empfangen werden, wird das in der Blockchain aufgezeichnet.

Die Blöcke sind kryptografisch verschlüsselt – daher der Name „Kryptowährung“. Durch diese kryptografische Verschlüsselung ist es extrem schwierig, das Netzwerk zu manipulieren.

Jeder Block der Blockchain verfügt außerdem über die gesamte Transaktionshistorie der Kryptowährung. Für eine glaubwürdige Manipulation müsste ein Hacker die gesamte Chain verändern, nicht nur einen einzelnen Block. Und das ist so gut wie unmöglich.

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Das Mining

Sobald jemand Bitcoins versenden möchte, wird diese und andere Anfragen in einem Block zusammengefasst. Die „Miner“, auch Schürfer genannt, müssen dann einen kryptografisch verschlüsselten Hash-Wert in der Blockchain finden. Sobald sie diesen Wert gefunden haben, sind die Transaktionen verifiziert.

Mit dem Mining schützt sich das Netzwerk gegen Angriffe von Außen. Für ihre Arbeit bekommen die Miner eine Belohnung: den Block-Reward. Der besteht aus ein paar Bitcoins.

Dezentral, frei, schnell und günstig

Die Blockchain hat weitere Vorteile: Sie ist dezentral, keiner verfügt über sie. Im Gegensatz zu einer Zentralbank kann niemand willkürlich die Geldmenge erhöhen. Die Blockchain agiert genau so, wie sie programmiert wurde. Es werden mit der Zeit 21 Millionen Bitcoins erzeugt. Nicht mehr, nicht weniger.

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Die Blockchain befindet sich auf keinem zentralen Server. Stattdessen verteilt sie sich über Tausende von Rechnern und Servern der Community. Jeder Teilnehmer des Netzwerkes lädt sich eine Kopie der Blockchain herunter. Gemeinsam synchronisieren sie sich, damit es immer nur eine aktuelle Version gibt.

Daher lässt sich Bitcoin nur schwer verbieten. Niemand kann einfach den Stecker ziehen. Solange es noch Menschen gibt, welche die Blockchain auf ihren Rechnern und Servern hochladen, wird es Bitcoin geben.

Transaktionen sind im Vergleich zu Banküberweisungen äußerst schnell. In der Regel dauern sie zehn Minuten. Ein Nutzer muss nur angeben, an welche Adresse er seine Bitcoins senden möchte und auf „Send“ klicken. Fertig.

Ganz anders, wenn man sein Geld über verschiedene Banken oder gar Währungen versenden möchte. Das ist mit Zeit und vielen zusätzlichen Kosten verbunden. Bei den Kryptowährungen sind die Transaktionsgebühren äußerst gering und betragen nur einen Bruchteil der versendeten Menge.

Bitcoin als Spekulationsobjekt

Viele verwenden Bitcoin bislang als Spekulationsobjekt. Sie kaufen Bitcoins ein und warten darauf, dass sich der Kurs erhöht. Dann verkaufen sie die Kryptowährung für einen höheren Preis. Die Devise lautet: Buy low, Sell high.

Dabei gibt es unterschiedliche Strategien. „HODLn“ nennt es sich, wenn die Investoren die Bitcoin für einen sehr langen Zeitraum halten. Sie verkaufen nicht, auch wenn es mit den Kursen bergab geht. Stattdessen warten sie auf den nächsten großen Hype.

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Dann wäre da noch das Daytrading. Daytrader kaufen und verkaufen regelmäßig, im Grunde täglich. Die hohe Volatilität macht es möglich. Damit ist gemeint, dass sich die Kurse der Kryptowährungen am Tag sehr stark verändern können.

Als Sonderform dazu gibt es die sogenannten Trading Bots. Ich kann besonders zwei verschiedene Bots empfehlen:

Hodlbot: mit dem Hodlbot kannst Du Indizes verwalten lassen und damit an der allgemeinen Kryptowährungs-Markt-Entwicklung teilhaben. Hodlbot bietet einen 3 Indizes an: Hodl10, Hold20 und Hodl30.

Cryptohopper: mit dem Cryptohopper kannst Du richtig day traden. Ich nutze den Bot zum Ein- und Aussteigen in verschiedene Kryptowährungen. Da der Markt sehr volatil ist, versuche ich an den Schwankungen zu verdienen.

Bitcoins für den Online-Handel

Bitcoin lässt sich ebenfalls als Zahlungsmittel verwenden. Solange der Händler Bitcoin akzeptiert. Die Bitcoin-Akzeptanz ist nicht sonderlich weit fortgeschritten und es sind in erster Linie nur Online-Händler, die Bitcoin akzeptieren.

Dennoch gibt es schon Tausende von Online-Händlerin, die Bitcoin und andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren. Beim Kauf bekommst Du eine Adresse zugesandt, an die Du Deine Bitcoins senden sollst. Ist der Kauf bestätigt, wird Dir die Ware gesendet.

Als Online-Zahlungsmittel konkurriert Bitcoin mit Zahlungsdienstleistern wie PayPal. Allerdings steht hinter der Kryptowährung kein Unternehmen, das an dem Service mitverdient.

Mit Bitcoin Geld versenden

Bitcoins lassen sich ebenso nutzen, um Geld zu versenden. Schließlich kann man die BTC jederzeit in eine andere Fiatwährung umtauschen. Dafür muss man allerdings an den richtigen Plattformen angemeldet sein.

Möchtest Du zehn Euro versenden, dann kannst du mit zehn Euro Bitcoins kaufen und die Bitcoins jemanden senden. Der Empfänger verkauft sie dann und erhält seine zehn Euro. Der Vorgang ist innerhalb von Minuten erledigt.

Alles, was Du dafür brauchst, ist eine Empfänger-Adresse. Die bekommt man, indem man sich eine Wallet erstellt. Das ist die elektronische Brieftasche der Kryptowährungen. Wallets gibt es als Apps für Smartphones und PC sowie auf Online-Tauschbörsen.

Die andere Person muss Dir lediglich ihre Wallet-Adresse mitteilen. Andere Daten sind nicht notwendig. Daher lassen sich Bitcoin auch anonym versenden. Bei den Transaktionen muss niemand personenbezogene Daten wie Name, Wohnadresse etc. angeben.

Wo kann man Bitcoin kaufen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Bitcoins zu kaufen: Auf Börsen und auf Peer-to-Peer-Marktplätzen. Generell werden Bitcoins online gehandelt. Es sei denn Du kennst jemanden, der welche hat und sie verkaufen würde.

Um in beiden Fällen mit dem Handeln beginnen zu können, musst Du Dich auf den Plattformen anmelden und einen Account erstellen.

Börsen

Auf Börsen handelst Du direkt mit dem Betreiber der Plattform. Du kaufst und verkaufst zu einem vom Betreiber festgelegten Preis. Das ist oftmals die einfachere Art, Bitcoins zu kaufen, kann aber mit ein paar zusätzlichen Gebühren einhergehen.

Bezahlt wird oft mit Kreditkarte, Banküberweisungen, diversen Online-Zahlungsdienstleistern (Neteller, Skrill). Anschließend landen die Bitcoins auf Deine Wallet oder Du schickst sie gleich an die Adresse des Empfängers.

Die großen Börsen weltweit und in Deutschland sind:

Marktplätze

Auf den Online-Marktplätzen handelst Du mit anderen Nutzern. Du gibst Gesuche auf oder gehst auf die Angebote anderer Nutzer ein. Oftmals ist es ein automatischer Bot, der die beiden Parteien zu einander führt. Der Betreiber stellt lediglich die Plattform bereit, kriegt trotzdem ein paar Gebühren dafür.

Gutes Beispiel für einen erfolgreichen Bitcoin Marktplatz ist Paxful.

Der Bezahlvorgang ist hier nicht sonderlich anders. Allerdings musst Du Dich auf den anderen Nutzer einstellen. Zum Beispiel, indem Du ein Mindest- und ein Höchstgebot abgibst, für wie viel Du Bitcoins kaufen möchtest.

Mehr musst Du eigentlich nicht machen. Du musst nicht direkt mit der Person verhandeln.
Am Ende bekommst Du wieder die Bitcoins an Deine Adresse zugesandt oder an die des Empfängers.

Auf anderen Peer-to-Peer-Marktplätzen verabredest Du Dich mit anderen Nutzern. Hier trittst Du mit ihnen direkt in Kontakt, tauchst Daten aus, überweist das Geld und dann erhältst Du die Bitcoins.

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