Juli 26

Staking: Dividenden Pendant für Kryptowährungen

Warum wird Staking von Kryptowährungen immer beliebter? Was ist das überhaupt?

Passives Einkommen ist der Traum vieler Anleger.

Aktien sind ein beliebtes Investment, um mit der Zeit Dividenden einzunehmen und sich ein regelmäßiges Einkommen aufzubauen.

Der Krypto-Markt bietet allerdings neue, innovative Möglichkeiten, sein Geld anzulegen und passiv mitzuverdienen.

In diesem cryptoeinfach.de Artikel zeige ich Dir, wie Du mit Kryptowährungen ohne Volatilität Geld verdienen kannst: Die Rede ist vom Staking.

Los geht's:

Was ist Staking?

Das Staking beruht auf dem „Proof-of-Stake“-Mechanismus der Kryptowährungen.

Bitcoin und viele weitere Kryptowährungen mit Potential verwenden den „Proof-of-Work“, bei dem leistungsstarke Hardware eingesetzt wird, um Transaktionen zu verifizieren und neue Blöcke zu schaffen. Dafür werden die Miner mit neuen Coins belohnt, dem Block Reward.

Beim Staking braucht es keine Miner und keine Mining-Hardware, die rund um die Uhr komplexe Berechnungen durchführt. Stattdessen reicht ein „Stake“ aus, um sich am Konsensmechanismus der Blockchain beteiligen zu können. Damit ist Staking eine willkommene Alternative, wenn Du in Kryptowährungen investieren möchtest.

Der Stake, zu Deutsch: „Haufen, Anteil, Einsatz“, stellt eine Menge der jeweiligen Staking Kryptowährung dar. Diese muss der Staker einfrieren und somit dem Netzwerk zur Verfügung stellen. Auf der Grundlage dieses Stakes nimmt er am „Proof-of-Stake“-Vorgang teil und sorgt somit dafür, dass neue Blöcke geschaffen werden.

Auch der Staker erhält einen Block Reward in Form der jeweiligen Staking Kryptowährung.

Diese werden ihm regelmäßig ausgezahlt. Während beim Mining das nur dann geschieht, wenn der Miner auch einen neuen Block schaffen durfte, gibt es die Belohnung beim Kryptowährung Staking regelmäßig.

Die Höhe des Staking Rewards hängt in der Regel vom eigenen Stake ab. Je höher der Stake, desto höher die Rewards. Der Stake wächst damit immer weiter, Du musst ihn erst „auftauen“, um auf die Tokens Zugriff zu erhalten.

Es gibt verschiedene Staking Cryptos mit ihren eigenen Regeln, Mechanismen und Besonderheiten. Manche verlangen von einem, dass man neben dem Stake einen Node betreibt und zu einem Validator wird. Dieser wird vom Netzwerk dafür verwendet, Transaktionen zu verifizieren.

Bei anderen ist eine Node nicht notwendig. Dafür lässt sich ein Validator wählen, indem man diesem seinen eigenen Stake bereitstellt. Du erhältst dann ebenfalls einen Anteil am Block Reward. Staking Pools gibt es ebenfalls.

Bei einigen Staking Kryptowährungen muss der Stake erst eine bestimmte Höhe erreicht haben, damit sich das Staking betreiben lässt. Das ist zum Beispiel bei DASH der Fall. Ein Staker muss mindestens 1.000 DASH besitzen, damit er einen Node betreiben und einen Block Reward erhalten kann.

Unterschiedliche Staking Kryptowährungen und ihre Blockchains haben mit der Zeit ihre eigenen Besonderheiten und Mechanismen entwickelt. So kann die Auswahl eines Validators reiner Zufall sein. Bei anderen bestimmen besondere Algorithmen darüber, welche Validatoren an der Schaffung eines neuen Blocks beteiligt sein dürfen.

Proof-of-Stake hat sich als feste Größe neben dem Proof-of-Work etabliert. Dieses Verfahren gilt als kostengünstiger und vor allem umweltschonender, weil die Staker nicht auf leistungsstarke Hardware und gewaltige Server-Farmen, die riesige Energiemengen verschlingen, angewiesen sind.

Außerdem soll PoS besser mit einer erhöhten Netzwerkaktivität zurechtkommen und mehr Transaktionen verarbeiten können. Das bedeutet auch, dass Gebühren für Transaktionen geringer sein sollen.

Kritikpunkte gibt es dennoch. So gilt das PoS-Verfahren als weniger demokratisch und dezentral. Einzelne Akteure können theoretisch das gesamte Netzwerk unter ihre Kontrolle bringen, indem sie einfach den höchsten Stake halten. Außerdem macht PoS es gerade den Wohlhabenden einfach, noch mehr Einfluss zu gewinnen.

PoW-Befürworter meinen auch, dass Netzwerke auf der Basis von Proof-of-Work sicherer sind. Der hohe Stromverbrauch und die Rechenpower sind ebenfalls ein Schutzschild, das es Angreifern schwierig macht, die Kontrolle an sich zu reißen.

Dennoch sind Proof-of-Stake-Blockchains auf dem Vormarsch. Häufig handelt es sich dabei um eine bestimmte Art von Kryptowährung und Blockchain-Projekten.

Lesenswert: Investieren in Kryptowährung: 13 Möglichkeiten

Staking 1 Was ist Staking

Was und wo kann ich staken?

Staking Cryptos sind häufig Blockchain-Plattformen für dApps und Smart Contracts.

Um es kurz zu halten: Es handelt sich um Blockchains, die als Basis für weitere dezentrale Anwendungen dienen. Die Kryptowährung vollführt auf diesen Blockchains diverse Aufgaben, unter anderem als Staking Reward.

Damit sind es in erster Linie Tokens, die sich staken lassen. Wie genau das Staking abläuft, ist von Blockchain zu Blockchain unterschiedlich. Wie bereits beschrieben, ist es bei einigen notwendig, einen eigenen Node laufen zu lassen. Bei anderen reicht auch eine Staking-fähige Wallet oder eine Krypto-Handelsplattform aus.


Einige der besten Kryptowährungen kann man staken.

Staking Kryptowährungen umfassen:


  • Cardano
  • Polkadot
  • Tezos
  • Chainlink
  • DAI
  • DASH
  • Algorand
  • Solana
  • Cosmos
  • EOS
  • Ethereum 2.0
  • Binance Coin
  • Pancake Swap
  • Atom


Möchtest Du in Ethereum 2.0 investieren, dann musst Du mindestens 32 ETH investieren.

Bei DASH sind es 1.000 DASH, die Du einfrieren musst, um überhaupt als Validator registriert zu werden.

Bei vielen anderen Kryptos lässt sich jedoch mit wesentlich geringeren Beträgen anfangen.

In den Anfangszeiten musste ein Stake-Holder selber eine Node installieren und mit dem Netzwerk der jeweiligen Blockchain verbinden. Dann musste dieser Node Tag und Nacht laufen, um Transaktionen zu verifizieren. Um das Kryptowährungen Staking einfacher zu gestalten, werden einem mittlerweile andere Wege angeboten.

Eine einfache Möglichkeit zu staken besteht darin, sich an einer der Kryptobörsen mit Staking anzumelden und einen Stake zu hinterlegen. Dazu gehören Kraken, Coinbase, Binance, KuCoin oder Cex.io. Die Auswahl ist hier im Vergleich zu den Kryptobörsen, auf denen sich Kryptowährungen kaufen lassen, nicht besonders groß.

Hier meldest Du Dich an, verifizierst Dein Konto und kaufst die stake-baren Coins und Tokens. Oder Du überweist die Kryptowährungen, solltest Du sie bereits besitzen. Auf Coinbase zum Beispiel lassen sich Ethereum 2.0, Algorand, Cosmos, Tezos und DAI staken.

Dabei hinterlegst Du sie lediglich auf Deinem Konto und aktivierst die Staking-Funktion für die jeweilige Kryptowährung. Mit der Zeit erhältst Du dann den Staking Reward in Form der gestakten Coins und Tokens ausgezahlt.

Die meisten Staking Rewards betragen ca. 4% - 6% pro Jahr, bei manchen Währungen werden sogar Rewards bis zu 20% pro Jahr gezahlt.


Eine weitere Möglichkeit stellen Staking Wallets dar. Wallets sind die elektronischen Brieftaschen der Kryptowährungen und dienen in erster Linie dazu, Coins und Tokens aufzubewahren, zu empfangen und zu versenden.

Einige von ihnen können auch dazu verwendet werden, Staking Cryptos einzufrieren und den Block Reward zu empfangen. Zu den Staking Wallets gehören Atomic Wallet, Guarda Wallet, Exodus, Trust Wallet oder Huobi Wallet.

Auch bei den Staking Wallets ist der Vorgang recht einfach. Du musst lediglich über die notwendige Menge an Tokens verfügen und kannst dann das Staking aktivieren. Mit der Zeit wächst anschließend der Stake.

Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf die Hardware Wallets übertragen. Bei den Hardware Wallets handelt es sich um physische Speicher für Kryptowährungen, vergleichbar mit einem USB-Stick. Hier sind sie besonders sicher. Dafür kosten die Hardware-Geräte im Vergleich zu den zumeist kostenlosen Programmen Geld.

Hardware Wallets, die das Staking von Kryptowährungen ermöglichen, wären etwa Ledger Nano oder die StakeBox. Achte jedoch darauf, dass nicht jede Wallet jede Kryptowährung unterstützt. Gerade bei den Hardware Wallets ist die Auswahl an Staking Cryptos klein.

Staking 2 Was und wo kann ich staken

Staking Angebote auf Börsen

Das Angebot an stakebaren Token ändert sich auf den verschiedenen Krypto Börsen immer wieder, aber hier ist eine Übersicht mit dem aktuellen Stand:

Staking auf Coinbase

- Ethereum 2

- Cosmos

- Tezos

- Algorand

- Dai

Staking auf Kraken

- Poldakot

- Kusama

- Kava

- Cosmos

- Tezos

- Flow Hold

- Flow

- Ethereum 2

- Cardano

- Solana

Staking auf Binance

- PancakeSwap

- Atom

- Binance Coin

- Algorand

- Tezos

Staking und Dividenden – ein Vergleich

In gewisser Weise lassen sich Staking Rewards und Dividenden, wie sie etwa an Aktienhalter ausgezahlt werden, miteinander vergleichen. In einigen Aspekten unterscheiden die beiden Anlageformen sich auch sehr. Zum einem sind die Einstiegshürden beim Krypto-Handel wesentlich niedriger. Jeder mit einem internetfähigen Gerät und etwas Startkapital kann sogleich anfangen.

Bei beiden Methoden nimmst Du mit der Zeit ein passives Einkommen ein. Du investierst eine bestimmte Summe und erhältst abhängig von der Höhe der Summe eine Rendite. Es handelt sich um eine langfristige, geduldige Art des Investierens.

Wie hoch die Gewinne sind, hängt nicht nur von der Höhe der Investition ab, sondern auch davon, wie sich der Wert der Anlage entwickelt. Bei den Aktien heiß das, wenn der Wert der Aktie steigt, dann steigen auch die Dividenden.

Bei den Kryptowährungen ist das nicht anders. Wenn der Wert der Kryptowährung an sich steigt, dann wird auch jeder Staking Reward mehr wert sein. Umgekehrt bedeutet das auch, dass bei fallenden Kursen die Renditen sinken.

Sowohl bei Aktien als auch bei Staking Kryptowährungen hast Du immer die Option, alles zu verkaufen. Du kannst genauso mit dem Staking aufhören und alle Kryptos verkaufen, wie Du auch Deine Aktien veräußern kannst. Nur bei den gestakten Kryptowährungen musst Du darauf achten, dass sie immer für eine Mindestzeit eingefroren sein müssen.

Einen Unterschied gibt es jedoch, den Du nicht außer Acht lassen darfst: bei den Staking Kryptowährungen hast Du nur dann wirklich Gewinn gemacht, wenn Du die Kryptos auch wieder verkaufst. Du bekommst nicht direkt Euro ausgezahlt, sondern nur mehr Coins oder Tokens.

Staking 3 Staking und Dividenden
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Haltefristverlängerung bei Lending und Staking!

Grundsätzlich können Krypto-Coins im Privatvermögen nach Ablauf der „Spekulationsfrist“ von einem Jahr steuerfrei verkauft werden. Fraglich war, ob dieses auch für Coins gilt, welche für Lending oder Staking genutzt werden.

Im Entwurf des BMF-Schreibens vom 17. Juni 2021 hat die Finanzverwaltung hierzu Stellung genommen. Hiernach sieht die Finanzverwaltung Lending, Staking und auch den Betrieb von Masternodes als Maßnahmen zur Einkunftserzielung an. Damit verlängert sich die Haltefrist für einen steuerfreien Verkauf auf zehn Jahre (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 S. 4 EStG). Ob diese Auffassung der Finanzverwaltung einer gerichtlichen Überprüfung in Form von Klagen gegen entsprechende Steuerbescheide standhalten wird, bleibt abzuwarten.

Unbedingt ist zu beachten, dass es die sogenannte Spekulationsfrist nur im Privatvermögen gibt. Werden die Coins im Betriebsvermögen (z.B. in einer GmbH) gehalten, sind Veräußerungsgewinne immer zu versteuern - unabhängig von der Haltedauer.

Jan Reinke , Steuerberatung Reinke

Staking Marktvolumen und Ausblick

Das gesamte Marktvolumen des Stakings beträgt aktuell mehr als 40 Milliarden US-Dollar. Einen guten Teil davon nimmt Cardano mit knapp 38 Milliarden US-Dollar ein. Das hört sich vielleicht nach einer großen Menge an, doch im Vergleich zum gesamten Marktvolumen der Kryptowährungen mit 133 Milliarden US-Dollar ist das noch immer ein recht kleiner Teil.

Die Zahl des in Stakings verwahrten Vermögens ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das liegt unter anderem an der wachsenden Anzahl an DeFi-Plattformen, die in der Regel auf Proof-of-Stake setzen.

Es werden Staking-Renditen von bis zu 15 % angeboten. Viele Staking Kryptowährungen liegen noch darunter, doch es gibt eine wachsende Anzahl an Kryptowährungen mit Renditen, die jenen von klassischen Anlagen wie Aktien weit überbieten.

In Sachen Marktkapitalisierung sind die derzeit wichtigsten Staking Kryptowährungen Cardano, Polkadot, Solana, Chainlink und Dai. Wenn Ethereum komplett auf den Proof-of-Stake umschaltet, dürfte noch eine Menge Bewegung in diesen Markt kommen.

Mit einem vollständig aktivierten Ethereum Staking würden plötzlich 240.000.000.000 US-Dollar in den Staking-Markt dringen und Cardano würde vom Platz der größten Staking Kryptowährung verdrängt werden.

Es wird interessant zu sehen sein, inwiefern vor allem institutionalisierte Investoren auf diesen Markt dringen werden. Vielleicht wird das Staking eines Tages genauso selbstverständlich für Anleger sein, wie Aktien und Edelmetalle zu halten.

Bislang wird das Staking nur von wenigen technikaffinen und mit Kryptowährungen versierten Anlegern betrieben.


Hast Du Erfahrung mit dem Staking von Kryptowährungen?

Beschreibe mir Deine Erfahrungen doch bitte in einem Kommentar.


Tags

Dividende, Kryptowährungen, Staking


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