Juni 14

Blockchain Hype: Was steckt hinter Kryptowährungen, DeFi, smart contracts und NFT?

Vielen ist es nicht bewusst, doch Kryptowährungen und Blockchains sind die großen technologischen Innovationen unserer Zeit.

Während viele auf Quantencomputer und das Internet der Dinge warten, verändern die Kryptos und ihre Technologien die Art, wie wir mit Geld und dem Internet umgehen.


Doch worum geht es genau bei diesem Hype? Welche Technologien und neue Konzepte sind es, die diesen neuen Markt begründen und ein neues Web3.0 einläuten?


Dieser Artikel soll dabei helfen, Begriffe wie „DeFi“ und „Non-fungible Token“ zu klären und warum sich immer mehr dafür begeistern.

Dabei handelt es sich bei den „Kryptowährungen“ lediglich um einen Sammelbegriff. Die digitalen Währungen an sich stellen nicht die wahre Innovation dar, sondern die Blockchain dahinter. Digitale Währungen gibt es bereits, erst Blockchains machen die Kryptowährungen möglich.


Letztlich sprechen nur Laien von Kryptowährungen. Wer tiefer in die Materie hinabsteigt, lernt die unterschiedlichen Vertreter, ihre Blockchain Projekte, ihre Funktionen und Ziele kennen.

Bitcoin ist eines und das bekannteste davon. Bei Bitcoin geht es vornehmlich um digitales, zensurresistentes und dezentrales Zahlungsnetzwerk, das allen gehört und allen offensteht.

Mit der Zeit haben sich allerdings viele weitere Blockchain Projekte entwickelt, die weitreichende Folgen für das Internet, Finanzen, den Handel, Verwaltung und Medien haben können.

Kryptowährungen – Was sind sie und was können sie?

Eine Kryptowährung ist eine digitale, kryptografisch verschlüsselte Währung auf der Basis der Blockchain. Es handelt sich nicht um die erste Digitalwährung ihrer Art. Versuche eines freien Internetgelds gab es bereits in der Vergangenheit und große Mengen von Euros, US-Dollars und anderen Fiatwährungen existieren nur als Zahlen auf Bankkonten.

Was Kryptowährungen besonders macht, ist die Blockchain und ihr dezentrales, sich selbst verwaltendes, barrierefreies Netzwerk. Theoretisch jeder kann einen Node installieren, sich die Blockchain herunterladen oder am Mining teilnehmen (wobei letzteres für den Privatanwender immer schwieriger wird).

Dieses System wird von keiner zentralen Gewalt gesteuert (wie z.B. Regierungen, Zentralbanken oder monopolartige Großkonzerne). Entscheidungen werden von der Community getroffen und wenn Uneinigkeit herrscht, dann kann es zu einer Abspaltung und zu einer neuen Blockchain kommen (wie bei Bitcoin und Bitcoin Cash).

Neue Transaktionen werden von dem Netzwerk selbstständig überprüft und verifiziert. Die Miner (Schürfer) mit ihrer leistungsstarken Hardware bestätigen die Transaktionen und bekommen dafür eine Belohnung (Block Reward). Die kryptografische Verschlüsselung dient dazu, die Daten in der Blockchain vor Angreifern und Manipulationsversuchen zu schützen.

Der Begriff „Coin“ beschreibt Kryptowährungen, deren hauptsächliche Funktion darin besteht, als digitales Zahlungsmittel verwahrt, empfangen und versendet zu werden. Dank der Blockchain sollen die Menschen damit wieder Herr über die eigenen Finanzen werden.

Siehe auch: was ist die beste Krypto Börse?

Manche Coins verfügen über zusätzlich verschlüsselten Transaktionen. Kryptowährungen sind in der Regel nämlich nicht „krypto“, weil die Transaktionen geheim sind. Eher das Gegenteil ist der Fall, die Transaktionsdaten werden transparent auf der Blockchain abgespeichert.

Nur muss man dabei keine privaten Daten wie den eigenen Namen angeben. In dieser Hinsicht sind Transaktionen in der Tat anonym. Es reicht die Adresse einer anderen Wallet, um eine Transaktion ausführen zu können. Allerdings lassen sich die Transaktionen häufig zurückverfolgen.

Hier kommen „Privacy Coins“ ins Spiel.

Bei Privacy Coins handelt es sich um Kryptowährungen, bei der Anonymität und Privatsphäre stärker gewichtet werden. Transaktionen werden mit besonderen Technologien verschleiert und verschlüsselt. Jede Privacy Coin verwendet dafür ihre eigenen Technologien.

Letztlich wären da noch die Stable Coins. Diese sind mit einer Fiatwährung oder einem anderen, physischen Gut wie Gold gedeckt. Damit erlauben Stable Coins den schnellen und barrierefreien Austausch von realen Gütern mithilfe der Blockchain-Technologie.

Vorteile der Kryptowährungen

Die besten Kryptowährungen haben viele Vorteile.


Schnelle Transaktionen:

Die Transaktionsgeschwindigkeit von Kryptowährungen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bitcoin mit seinen 10 Minuten ist noch langsam. Im Vergleich zu einer Überweisung bei der Bank geht es um einiges schneller mit wesentlich niedrigerem Aufwand. Besonders im Vergleich zu Überweisungen über Ländergrenzen hinweg.


Geringe Gebühren:

Vor allen bei Transaktionen über Ländergrenzen hinweg fallen die Transaktionsgebühren im Vergleich zu herkömmlichen Banktransfers deutlich günstiger aus. Das macht es vor allem Menschen mit wenig bis kaum Kapital möglich, Gelder zu überweisen.


Diskriminierungsfrei:

Kryptowährungen ist es egal, wer Du bist, an wen Du sie sendest und wer sie empfangen kann. Jeder mit einem Internetzugang und etwas Startkapital kann sich Bitcoin und Co. kaufen. Dabei ist man auch nicht auf eine Bank und andere Institute angewiesen.

Ein großes Potential steckt daher vor allem bei den „Unbanked“ in der Dritten Welt.


Code-is-law:

Die Finanzpolitik einer Kryptowährung ist genau so, wie sie programmiert wurde. Daher gelten sie auch als gute Absicherung gegen Inflation. Von Bitcoin wissen wir, dass es in ferner Zukunft maximal 21.000.000 BTC geben wird. Nicht mehr und nicht weniger. Das schafft Sicherheit und Vertrauen.


Wertspeicher:

Nicht alle, aber viele Coins sind deflationär ausgelegt. Von Bitcoin werden immer weniger Coins ausgeschüttet. Währenddessen schmilzt der Wert von Fiatwährungen wie Euro aufgrund von ungehinderter Geldmengenausweitung immer weiter. Bitcoin und andere Coins sind der bessere Wertspeicher.


Anonyme Transaktionen:

Manche Coins sind mehr, manche weniger anonym. Die eigene Identität ist nicht an Deine Kryptowährungen gebunden, sie spielt keine Rolle. Wenn Du noch eine Privacy Coin nutzt, dann kannst Du vollkommen anonym Geld versenden und aufbewahren. Mit einer Bank ist das nicht möglich.


Dezentral:

Keine zentrale Institution oder ein zentrales Unternehmen entscheidet allein über die Entwicklung und die Geldpolitik einer Kryptowährung. Als dezentrale Systeme sind sie schwer angreifbar, schwer zu manipulieren und zu missbrauchen.


Hohes Potential:

Kryptowährungen gibt es nun seit mehr als 10 Jahren, doch bei den meisten Menschen sind sie noch nicht angekommen. Wir befinden uns in einer frühen Phase der Adoption. Das Potential für hohe Kurse ist demnach hoch, auch wenn nicht jedes Projekt auf lange Sicht Erfolg haben dürfte.

Bekannteste Coins

Bitcoin:

Die Mutter aller Kryptowährungen, der erste Block wurde im Januar 2009 geschaffen. Lange Zeit unbeachtet, als wertloses Spekulationsobjekt oder nur für Kriminelle verschrien, gehört Bitcoin (BTC) mittlerweile zu den wertvollsten Gütern der Welt. Jeder, der schon mal etwas von Kryptowährungen gehört hat, kennt Bitcoin.

Bitcoin ist eine reine Coin. Hier liegt der dezentrale Austausch der Kryptowährung und die Verwahrung als Wertspeicher im Mittelpunkt. Die Menschen sollten mit Bitcoin ihre Finanzen wieder in die eigene Hand nehmen, ohne auf Banken und Staaten angewiesen zu sein.

Bitcoin wird klassisch mit dem Proof-of-Work-Verfahren geschürft. Es wird maximal 21.000.000 BTC geben. Diese Menge wird voraussichtlich um das Jahr 2140 erreicht werden. Bis dahin wird sich die Geldmenge immer langsamer ausweiten.


Litecoin:

Litecoin (LTC) wurde 2011 als eine bessere Alternative zu Bitcoin geschaffen. Ursprünglich handelte es sich um eine Kopie von Bitcoin. Die Blockzeit beträgt lediglich 2,5 Minuten und die Maximalmenge wurde auf 84.000.000 LTC erhöht.

Manche bezeichnen Litecoin als das Silber zu Bitcoins Gold. Auch wenn Litecoin nie an die Marktkapitalisierung, die Kurse und das Handelsvolumen von Bitcoin heranreicht, ist es trotzdem eine gute Alternative.


Bitcoin Cash:

Bitcoin Cash (BCH) ist das Resultat aus einem Streit innerhalb der Bitcoin-Community. Dabei ging es darum, wie viele Transaktionen zukünftig in einem Block Platz haben sollten.

Das Ergebnis war Bitcoin Cash, eine Hard Fork mit einer erhöhten Blockgröße von 4 Megabytes auf 8 Megabytes. Damit können mehr Transaktionen pro Block verarbeitet werden. Später wurde die Blockgröße auf 32 Megabytes erhöht. Abgesehen davon ähneln sich Bitcoin Cash und das originale Bitcoin sehr. Die Maximalmenge beträgt ebenfalls 21.000.000 BCH.


Dogecoin:

Lange Zeit als Meme-Coin, als sinnlose Spaßwährung verlacht, machte Dogecoin (DOGE) vor allem Anfang 2021 auf sich aufmerksam, als der Kurs gewaltig zulegen konnte. Dabei gibt es die Coin mit dem freundlichen Shiba schon seit dem Dezember 2013.

Obwohl laut den Entwicklern und der Community vor allem der Spaß und das Miteinander im Vordergrund stehen, ist Dogecoin dennoch eine ernstzunehmende Kryptowährung und Investition. Sie ist sogar schneller als Bitcoin und speziell auf die Transaktion von Kleinstbeträgen konzipiert.

Nur sollte man beachten, dass Dogecoin als inflationäre Währung ausgerichtet ist. Es gibt keine Obergrenze an DOGE, die Menge steigt langsam, aber stetig. Dadurch soll sie als alltägliches Zahlungsmittel gebräuchlicher sein als Bitcoin.


Monero:

Monero (XMR) ist eine der bekanntesten Privacy Coins. Die Kryptowährung ist im Jahr 2014 entstanden und setzt das CryptoNote-Protokoll ein, um seine Transaktionen zu verschlüsseln. Monero gewann unter anderem im Darknet an wachsender Beliebtheit.

Transaktionen werden mithilfe von „Ring Signatures“ und „Stealth Addresses“ verschlüsselt. Diese verschleiern die Transaktionsspuren und sorgen gleichzeitig dafür, dass die XMR dennoch sicher an ihr Ziel gelangen.

Was ist DeFi?

DeFi“ steht für „Decentralized Finance“. Hierbei geht es um Finanzdienstleistungen, die auf einer öffentlichen, dezentralen Blockchain laufen. Neben Kryptowährungen bieten sie eine Reihe von besonderen Finanzdienstleistungen an.

DeFi macht sich die peer-to-peer Transaktionen der Blockchains zunutze und bietet dadurch den Handel mit Kryptowährungen und anderen Assets an, ohne dass dabei eine zentrale Plattform notwendig wäre. Es braucht keine Börse, keinen Broker, keine Bank. Käufer und Verkäufer treten direkt miteinander in Kontakt.

Somit entstanden die „Decentralized Exchanges“, kurz DEX. Das sind Börsen, die keine zentrale Verwaltung haben, sondern auf einer Blockchain beruhen. Auf Decentralized Exchanges können Nutzer Kryptowährungen miteinander tauschen oder diese mit Fiatwährungen kaufen.

Die Smart Contracts erfüllen dabei eine wichtige Funktion. Diese programmierten Verträge (dazu später mehr) regeln den Zahlungsverkehr, Konditionen und sorgen dafür, dass beim Handel auch alles richtig abläuft. Die Smart Contracts machen das ganz von selbst, es braucht keine dritte Partei oder einen Intermediär dazu.

Neben dem Austausch von Kryptowährungen haben sich weitere Finanzdienstleistungen etabliert. DeFi bietet unter anderem das Lending an, bei dem Nutzer eine Währung hinterlegen und somit Kredite anbieten.

Das Yield Farming erlaubt es Nutzern, Tokens in DeFi Plattformen zu investieren und mit der Zeit Zinsen zu erwirtschaften. Eine besondere Variante davon ist das Liqudity Mining, bei dem die Anleger Liquidität bereitstellen, indem sie Handelspaare hinterlegen und dafür eine Kryptowährung als Belohnung erhalten.

Dann gibt es noch die Prediction Markets. Hier können Nutzer auf das Eintreffen bestimmter Ereignisse spekulieren. Die Nutzer hinterlegen eine Kryptowährung und machen einen Gewinn, wenn sie richtig liegen. Prediction Markets sollen bessere Vorhersagen treffen können als gewöhnliche Umfragen.

Damit bietet DeFi Leistungen und Services an, die sonst nur von Banken und institutionalisierten Handelsplattformen angeboten werden. Der Zugang ist barrierefrei und steht jedem offen. Die Einstiegshürden sowie Einstiegskosten sind gering.

Die Blockchain beim DeFi fragt weder nach Nationalität, Einkommen, Namen, Adresse oder Beruf. Es entfällt jeglicher Papierkram und Bürokratie. Trades werden innerhalb von Sekunden ausgeführt und zu vergleichbar niedrigen Kosten.

Das Prinzip DeFi entstand mit Ethereum, der zweitgrößten Blockchain der Welt. Ihre Smart Contracts und die Möglichkeit, eigene Tokens auf der Grundlage des ERC Token-Standards zu erstellen, machte DeFi-Plattformen erst möglich. Mittlerweile haben sich weitere DEX's auf der Grundlage anderer Smart Contract Plattformen entwickelt.

Vorteile von DeFi

Offen und anonym:

Viele Vorteile der Kryptowährungen und der Blockchains gelten auch für DeFi. Decentralized Finance steht jedem offen, die DEX diskriminieren nicht nach Einkommen, Beruf, Nation, Geschlecht usw. Der eigene Name und private Daten spielen keine Rolle.


Schnell und günstig:

Transaktionen und Trades werden mit DeFi sofort ausgeführt. Dank der Smart Contracts braucht es keinen Angestellten oder Bürokraten, der das Ganze erst absegnen muss. Das kann vor allem wichtig sein, wenn es auf den richtigen Zeitpunkt ankommt.


Dezentral und weltweit:

Kryptowährungen, Zinsen und Fiatwährungen fließen barrierefrei über Ländergrenzen hinweg, was sonst mit erhöhtem bürokratischen Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Selbst Menschen in weniger wohlhabenden Regionen der Welt erhalten somit Zugriff zu fortgeschritteneren Finanzdienstleistungen.


Transparent:

Alle Transaktionen, die Konditionen und Mechanismen sind transparent in den Blockchains und den Smart Contracts aufgezeichnet. Jeder kann sie selber prüfen. Es ist nicht notwendig, dem Anbieter zu vertrauen, weil alles offen liegt.

Bekannteste DeFi Tokens

Uniswap:

Uniswap (UNI) ist der Name des Tokens und der DeFi Plattform. Die DEX entstand im September 2020 auf der Basis von Ethereum. Der Token verfügt über die höchste Marktkapitalisierung unter den DeFi Tokens.

Nutzer können auf der DEX ERC-20 Tokens als Liquidität bereitstellen. Diese Liquidity Pools lassen sich staken, wofür die Nutzer eine Belohnung erhalten. Die Tokens lassen sich dann auf der DEX handeln. Der UNI Token selbst erfüllt hauptsächlich Governance-Funktionen.


Chainlink:

Bei Chainlink (LINK) handelt es sich um ein Oracle-Netzwerk. Oracles haben die Aufgabe, Informationen aus der realen Welt bereitzustellen, damit Smart Contracts ihre Funktionen ausführen können. Chainlink gibt es seit dem September 2017, konnte allerdings erst seit 2020 richtig an Wert zulegen.

Das Netzwerk von Chainlink besteht aus einer Reihe von Nodes, die Informationen bereitstellen, wofür sie LINK besitzen müssen. Vertrauenswürdige und korrekte Nodes werden belohnt, falsche Informationen und zwielichtiges Verhalten bestraft.


Aave:

Aave (AAVE) ist eine dezentrale Plattform für das Lending. Nutzer können Kryptowährungen hinterlegen oder borgen. Wer Liquidität bereitstellt, kann Zinsen einfahren. Aave entstand im Oktober 2020.

Wer Aave auf der eigenen DEX nutzt, kommt in den Genuss von Rabatten. Kreditnehmer müssen keine Gebühren für ihre Kredite zahlen, wenn sie Aave nutzen. Halter bekommen ebenfalls Rabatte auf die Gebühren. Gleichzeitig wird Aave auch für die Governance verwendet.


Pancake Swap:

Pancake Swap (CAKE) ist ein weiterer DeFi Token, diesmal jedoch auf der Basis der Binance Smart Chain. Damit unterstützt die DEX BEP-20 Tokens. Abgesehen davon bietet es das Yield Farming und Liquidity Tools. CAKE lässt sich seit dem September 2020 handeln.

Was sind Smart Contracts?

Ethereum hatte das Konzept der Smart Contracts begründet. Damit sind wir dem Web3.0 einen Schritt weiter.

Smart Contracts haben das Potential, viele Bereiche des Internets, der Finanzen, Verwaltung, Versicherungen, Unterhaltung, Mobilität und Handel zu optimieren.

Bei Smart Contracts handelt es sich um programmierte, intelligente Verträge. Im Grunde sind sie Software und laufen auf ihren jeweiligen Blockchains. Hier werden sie transparent aufgezeichnet und lassen sich von jedem überprüfen.

Ein Smart Contract setzt seine Vertragsinhalte automatisch um und überprüft sie von selbst. Ein einfaches Beispiel wären Versicherungen: Ein Versicherter hat einen Schaden erlitten und übermittelt die Daten an die Versicherung. Der Smart Contract prüft diese, ohne dass dabei ein Angestellter notwendig wäre, und führt automatisch die vereinbarten Schritte aus.

Auf einen Intermediär oder eine ausführende menschliche Hand wird dabei komplett verzichtet. Das spart an Aufwand, Kosten und Zeit. Ein großer Vorteil für den Verbraucher ist, dass Smart Contracts neutral sind und genau das tun, wofür sie programmiert wurden. Manipulationen sind nur sehr schwer möglich.

Smart Contracts lassen sich theoretisch in verschiedensten Bereichen einsetzen. Denkbar wären gar Smart Cities, Smart Factories bis hin zum Internet der Dinge. Die Tokens der Blockchain fungieren dabei häufig als Treibstoff, als eine Gebühr, die man bei jeder Ausführung bezahlen muss, oder sind für Abstimmungen notwendig.

Bei Smart Contract Plattformen spricht man nicht von Coins, sondern von Tokens. Bei ihnen stehen die Funktionen auf der jeweiligen Plattform im Vordergrund. Sie dienen als Treibstoff, werden für die Governance gestaked oder haben andere Funktionen je nach Blockchain.

Vorteile von Smart Contracts

Unparteiisch:

Smart Contracts werden auch als „trustless“ bezeichnet, nicht, weil man ihnen nicht vertrauen kann, sondern weil Vertrauen nicht notwendig ist. Gemäß „code-is-law“ agieren sie genau so, wie sie programmiert wurden, sind unparteiisch und objektiv.


Transparenz:

Die Smart Contracts werden öffentlich und transparent auf der Blockchain aufgezeichnet und lassen sich dort von jedermann überprüfen.


Schnell und geringe Kosten:

Vertragsinhalte werden augenblicklich bearbeitet und ausgeführt. Man muss nicht warten, bis sich eine echte Person der Sache annimmt. Die Automatisierung spart Kosten und reduziert die Abhängigkeit von Intermediären.

Bekannteste Token

Ethereum:

Mit Ethereum nahm im Jahr 2015 das Konzept der Smart Contracts und Tokenisierung seinen Anfang. Die Schöpfung von Vitalik Buterin, Charles Hoskinson und Gavin Wood führt seitdem die Altcoins an und liegt auf dem 2. Platz nach der Marktkapitalisierung hinter Bitcoin.

Bei Ethereum handelt es sich um die klassischste Plattform für Smart Contracts. Auf der Basis ihrer Blockchain wurden die ersten Blockchain-Spiele erprobt, entstanden die ersten DeFi Plattformen, hier tummeln sich die meisten Entwickler und gibt es die meisten dApps (dezentrale Applikationen).

Aufgrund des großen Andrangs hatte Ethereum bisweilen mit Skalierungsproblemen zu kämpfen. Auch die Transaktionsgebühren stiegen während der Hochphasen. Darum will Ethereum in Zukunft von PoW auf PoS umsteigen. Der Proof of Stake Konsensmechanismus soll die Blockchain skalierbarer, günstiger und schneller machen.


Cardano:

Die Entwicklung von Cardano begann im Jahr 2015. Diese Smart Contract Plattform soll allen anderen Blockchain Projekten ihrer Art in Sachen Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit überlegen sein. Dafür werden bei der Entwicklung wissenschaftliche Standards eingehalten.

Für die Entwicklung verantwortlich zeigen sich Charles Hoskinson, die Cardano Foundation, das japanische Unternehmen Emurgo und die IOHK (Input-Output Hong Kong). Bis Cardano seine Versprechungen bewahrheiten kann, müssen noch ein paar Jahre an Entwicklungszeit vergehen.


Tezos:

Tezos (XTZ) ist eine weitere Smart Contract Plattform. Das Besondere an Tezos ist die Governance und die Möglichkeit, neue Upgrades einführen zu können, ohne dass eine Hard Fork durchgeführt werden muss. Halter des Tezos Tokens können über Verbesserungen abstimmen.


TRON:

TRON (TRX) ist eine 2018 gestartete Smart Contract Plattform mit einem Fokus auf Medien und Unterhaltung. Videoproduzenten, Musiker, Blogger etc. sollen auf dem TRON-Netzwerk ihre Inhalte hochladen und dafür entlohnt werden. Plattformbetreiber wie YouTube, die einen Bärenanteil der Einnahmen für sich beanspruchen, entfallen damit.

Was sind Non-fungible Tokens?

Non-fungible Tokens“, kurz NFT, sind Tokens, die es nur einmal gibt. „Fungible“ bedeutet übersetzt „austauschbar, ersetzbar“. „Non-fungible“ hingegen bedeutet, dass sie einzigartig sind und dass es jeden Token nur einmal gibt.

Normalerweise kann eine Blockchain nicht zwischen einem BTC und einem anderen BTC unterscheiden. Bei einem NFT ist das anders, sie lassen sich deutlich zuordnen. Sie existieren auf der Blockchain, lassen sich allerdings nicht vervielfachen und nicht teilen. Sie können trotzdem schnell und günstig über die Blockchain versendet werden.

Dieser Token ist an ein reales oder digitales Gut gebunden. „Tokenisierung“ ist das Stichwort. Güter werden mit einem Token versehen, der fortan für diesen steht. Wer diesen Token besitzt, der besitzt auch den dahinterliegenden Wert.

Viele NFT Projekte basieren auf Ethereum.

Die Non-fungible Tokens verwenden den ERC-721 Token-Standard, um neue, eigene Tokens zu schaffen und damit verschiedenste Güter zu digitalisieren.

Non-fungible Tokens machen sich damit die Vorteile der Blockchains zunutze. Einerseits werden die Besitzansprüche kryptografisch sicher und eindeutig auf der Blockchain gespeichert. Hier kann sie jeder transparent nachverfolgen. Gleichzeitig lassen sich die realen Güter damit schnell, unbürokratisch und günstig verschicken.

Zurzeit werden vor allem Kunstgegenstände, seien es digitale Kunst oder reale Werke, oder Fan-Artikel tokenisiert. Ein NFT kann ein Unikat sein, das dahinterliegende Objekt nur einmal existieren. Es lassen sich auch mehrere NFTs für ein Gut erstellen. Ein Musiker kann zum Beispiel seine Songs als NFTs verkaufen.

Nur wer den Token besitzt, kann sich den Song auch anhören. Somit lässt sich theoretisch das unerlaubte Kopieren von Musikstücken unterbinden. Außerdem kann der Musiker auf der Blockchain seine Stücke direkt an seine Fans verkaufen, ohne dass ein Dritter daran mitverdient.

Vorteile der Non-fungible Tokens

Schnelle Transaktionen:

NFTs lassen sich wie jede andere Kryptowährung schnell, günstig und ohne Aufwand versenden. Das ist ein großer Vorteil bei tokenisierten Anlagen, die sich sonst nur mit Aufwand versenden lassen.

Eindeutig und transparent: Besitzansprüche an einem NFT werden auf der Blockchain gespeichert. Hier ist diese Information vor Fälschungen und Manipulationen sicher. Gleichzeitig kann sie jeder ohne großen Aufwand einsehen.


Theoretisch unbegrenzte Menge:

Da NFTs nur digital existieren, kann man von ihnen theoretisch so viele wie möglich erstellen. Damit lassen sich zum Beispiel die Besitzansprüche an einer Immobilie in viele kleine Tokens aufteilen. Jeder Token-Halter besitzt damit einen Anteil an der Immobilie. Man spricht auch von „Multi Layer NFT“.

Bekannteste Non-fungible Tokens

CryptoPunks:

CryptoPunks ist eine auf Ethereum basierende NFT-Plattform für digitale Kunst. Bei den Kunstwerken handelt es sich um kleine, 8-bit Punks, von denen jeder einzigartig ist. Es gibt eine limitierte Auswahl von 10.000 Figuren.


Decentraland:

Decentraland ist eine virtuelle Welt ähnlich wie Second Life. Um hier Land und Boden sein Eigen nennen zu können, braucht es Besitzansprüche. Grundstücke lassen sich erwerben, indem man sich die dazugehörigen NFTs kauft.


CryptoKitties:

Bei CryptoKitties handelt es sich um das erste NFT Projekt überhaupt. Die digitalen Katzen ließen sich im Jahr 2017 zum ersten Male handeln. Jede Katze ist einzigartig und an einen NFT gebunden. Auch CryptoKitties baut auf der Ethereum-Blockchain auf.


Opensea:

Opensea ist ein Marktplatz für NFTs unterschiedlicher Art. Hier wird ausschließlich mit seltenen, einzigartigen Gegenständen gehandelt.


NBA Top Shots:

2019 begann die Kooperation der National Basketball Assocation mit dem Krypto-Unternehmen Dapper. Daraus entstanden die NBA Top Shots, besondere Spielmomente in Videoform, repräsentiert durch einen NFT. Die Tokens konnten hohe Preise erzielen, ein Dunk von LeBron James verkaufte sich sogar für 200.000 US-Dollar.

Am Blockchain Hype teilhaben

Wenn Du am Blockchain Hype (Kryptowährungen, DeFi, NFT, etc) teilhaben möchtest, gibt es eine relativ einfache Möglichkeit:

Kauf Dir ein Portfolio an Coins und Tokens auf einer Börse. Und wenn Du es nicht selber aktiv managen möchtest, kannst Du auch einen Trading Bot für Dich arbeiten lassen.


Das geht so:

  • Richte Dir einen Account auf einer für Dich besten Krypto Börse ein, z.B. auf Binance
  • Überweise ein Guthaben an den Account (Fiat Währung oder Kryptowährung)
  • Richte einen Account bei Hodlbot oder Cryptohopper ein
  • Lass den Bot Investitionen betreuen und schau beim Wachsen zu 🙂

Blockchain Hype: Fazit

Aus meiner Sicht stellt die Blockchain Technologie mit seinen Ablegern Kryptowährungen, DeFi, Smart Contracts und NFT einen technologischen Meilenstein dar. Ähnlich wie die Entwicklung des Internets und der Mobiltelefone zuletzt.

Daher ist es wesentlich, mehr Wissen über diese Themen bereit zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.


Insofern nun abschließend meine Frage an Dich:

Hast Du Erfahrungen bei der Anwendung der Blockchain Themen? Wenn ja, wie sind Deine Erfahrungen?


Schreibe mir doch einfach einen Kommentar!


Tags

Blockchain, DeFi, Kryptowährungen, NFT, smart contracts


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